SCHRIFTEN, DIE DEM APOSTEL

BARNABAS ZUGESCHRIEBEN WURDEN

(c) Das Barnabas-Projekt 2016


§1. Der Barnabasbrief

 

Zwei große Kirchenväter des 3. Jhds., Clemens Alexandrinus und sein Schüler Origenes, zitieren mehrfach aus einem Brief, der dem Apostel Barnabas zugeschrieben wurde (vgl. Clemens, Stromateis II und V [insgesamt sieben Zitate]; Origenes, Contra Celsum I,63). Auch finden sich vier weitere Referenzen bei Didymus dem Blinden (310–398 n. Chr.), der – wie die beiden ersteren – ein Vertreter der alexandrinischen Schule war (vgl. Didymus, Sacharja-Kommentar 234,21f; 259,21–24; 355, 20–24; Psalmkommentar 300,12f.). Die Zitierfreudigkeit dieser alten Kirchenlehrer deutet eindeutig darauf hin, dass sie den Barnabasbrief als Autorität und Teil des neutestamentlichen Kanons betrachteten. Doch bereits Zeitgenossen des Didymus wie Eusebius  und Hieronymus stuften den Brief als "apokryph" ein (vgl. Eusebius, Hist. ecclesiast. III, 25, 4; Hieronymus, De viris, 6). Durch diese Häretisierung widerfuhr der Schrift das gleiche Schicksal wie so vielen anderen "apokryphen" Schriften: sie verschwand aus der Überlieferung und war lange Zeit verschollen. Erst Pierre Halloix (1571-1656) entdeckte eine verstümmelte Version des Briefes (beginnend mit Kap. 5,7) im Codex Vaticanus graecus 859 (11. Jhd.), der zusammen mit einem Brief des Polycarp von Smyrna zu einer einzigen Schrift unter dem Namen des letzteren verschmolzen war (vgl. Johannes Bapt. Bauer: Die Polykarpbriefe. Göttingen: Vandenhoeck&Ruprecht 1995, 14). Etwa zeitgleich  fand Hugo Menard 1638 eine unvollständige lateinische Übersetzung aus dem späten 2. oder frühen 3. Jahrhundert  im Codex Corbeiensis (10. Jhd.). Sie enthält lediglich die 17 ersten von insgesamt 21 Kapiteln, lässt also die "Zwei-Wege-Lehre" aus. Konstantin von Tischendorffs Entdeckung des Codex Siniaticus (4. Jhd.) im Jahre 1859 brachte den Barnabasbrief schließlich vollständig in griechischer Sprache wieder ans Licht.

 

Der Text des Barnabasbriefes steht auf dieser Seite in einer griechisch-deutschen Version zur Verfügung.

 

 

Die Textstruktur des Barnabasbriefes bereitete der Forschung von Anfang an einiges Kopfzerbrechen. Einerseits zeigt der Brief stilistische Ungleichmäßigkeiten wie „Unterbrechungen des Zusammenhangs, eingestreut erscheinende Stücke, kurze, vom Kontext her unmotivierte Bemerkungen, offensichtliche Erweiterungen und Zusätze“ (Klaus Wengst: Tradition und Theologie des Barnabasbriefes. Berlin: De Gruyter 1971, 5), andererseits gibt es geradezu diametral entgegengesetzte Aussagen an verschiedenen Stellen des Textes.

Die heutige Forschung macht es sich einfach, wenn sie das Problem der inneren Zerrissenheit des Barnabasbriefes mit der inneren Widersprüchlichkeit des Verfassers selbst zu erklären versucht.

Der starke Kontrast zwischen dem großen Mittelblock (5,5–18,1a) und dem Anfangs- bzw. Schlussteil (Barn 1,1–5,4 und 18,1b–21,9) kann nur schwerlich einem einzigen Verfasser zugeschreiben werden. Während der Eingang und der Schluss des Briefes das mosaische Gesetz als heilsnotwendig vorraussetzen, deutet der Mittelblock das jüdische Gesetz als rein allegorische Gleichnisse des Moses an das jüdische Volk um.

 

 

Fliehen wir also vollständig vor allen Werken der Gesetzlosigkeit, damit uns nicht die Werke der Gesetzlosigkeit in Besitz nehmen. (Barn 4,1)

 

 

Streben wir, soviel es an uns liegt, nach der Furcht Gottes und ringen wir um die Erfüllung seiner Gebote, damit wir froh werden in seinen Satzungen. Der Herr wird die Welt richten ohne Ansehen der Person. Ein jeder wird empfangen nach seinen Werken. Wenn er gut ist, wird seine Gerechtigkeit ihm vorangehen; wenn er böse ist, wird der Lohn seiner Schlechtigkeit vor ihm her sein. (Barn 4,11b–12)

 

 

 

 

 

 

In diesen Worten weht nicht der Wind paulinischer Rechtfertigungslehre. Am deutlichsten zeigt dies der Satz: „Jeder wird empfangen nach seinen Werken“.

 

 

 

Der große Mittelblock von 5,5–18,1a ist im ganzen zu entfernen, während im Eingangsteil 1,1–5,4 einige wenige Sätze herauszustreichen sind (2,6; 4,14; 5,1f.).

 

§2. Der Hebräerbrief

 

Der frühchristliche Schriftsteller Tertullian (ca. 150–220 n. Chr.) schreibt in seinem Werk De Pudicitia im 22. Kapitel: „Es ist nämlich ein an die Hebräer gerichtetes Schreiben des Barnabas vorhanden.“ Mit diesem Schreiben könnte der kanonische Hebräerbrief gemeint sein. Doch da Tertullian hier nicht weiter ins Detail geht, wäre es auch möglich, dass er eine andere verschollene Schrift des Barnabas im Sinn hat.

Da dem Hebräerbrief der übliche Briefeingang mit Nennung des Absenders und Empfängers fehlt, ist eine eindeutige Bestimmung des Verfassers nicht möglich. Traditionell wurde der Brief zwar unter den Paulusbriefen geführt (so der Papryus î46 aus dem 2. Jhd.), aber bereits Eusebius (ca. 260–340) hegt gewisse, auf Origenes gestützte Zweifel an der Autorschaft des Heidenapostels:

 

In seinen Homilien zum Hebräerbrief äußert sich Origenes über denselben also: „Jeder, der Stile zu unterscheiden und zu beurteilen versteht, dürfte zugeben, dass der Stil des sog. Hebräerbriefes nichts von jener Ungewandtheit im Ausdruck zeigt, welche der Apostel selber eingesteht, wenn er sich als ungeschickt in der Rede, d. i. im Ausdruck, bezeichnet, dass der Brief vielmehr in seiner sprachlichen Form ein besseres Griechisch aufweist. Dass die Gedanken des Briefes Bewunderung verdienen und hinter denen der anerkannten Briefe des Apostels nicht zurückstehen, dürfte ebenfalls jeder als richtig zugeben, der mit der Lektüre des Apostels vertraut ist.“ Später bemerkt Origenes noch: „Ich aber möchte offen erklären, dass die Gedanken vom Apostel stammen, Ausdruck und Stil dagegen einem Manne angehören, der die Worte des Apostels im Gedächtnis hatte und die Lehren des Meisters umschrieb. Wenn daher eine Gemeinde diesen Brief für paulinisch erklärt, so mag man ihr hierin zustimmen. Denn es hatte seinen Grund, wenn die Alten ihn als paulinisch überliefert haben. Wer indes tatsächlich den Brief geschrieben hat, weiß Gott. Soviel wir aber erfahren haben, soll entweder Klemens, der römische Bischof, oder Lukas, der Verfasser des Evangeliums und der Apostelgeschichte, den Brief geschrieben haben.“ So viel hierüber. 

(Eusebius, Historia Ecclesiastica VI,25.11–14)

 

Von einer Autorschaft des Barnabas weiß Eusebius entgegen Tertullian nichts zu berichten. Doch ist sich selbst die heutige Forschung nicht einig darüber, wer den Brief geschrieben haben könnte.

 

§3. Die Didache

 

Die früheste bezeugte Kirchenordnung des Christentums, die Didache oder Lehre der Zwölf Apostel (1. Jhd. n. Chr.) hat in der sogenannten "Zwei-Wege-Lehre" (Did cc. 1–6) eine bemerkenswerte Gemeinsamkeit mit dem Barnabasbrief (Barn cc. 18–20). Dieses Traktat vom Weg des Lichtes (des Lebens) und der Finsternis (des Todes) ist in seinem Wesen völlig jüdisch (Vgl. Charles Taylor: The Teaching of the Twelve Apostles with Illustrations from the Talmud. Cambridge: Deighton Bell & Co. 1886) und findet sich in sehr ähnlicher Form in der Gemeinderegel von Qumran (1QS 3,13–4,26).

Die Lehre von den beiden Wegen scheinen direkt auf Jesus Christus zurückzugehen, wie das kanonische Jesuswort in Mt 7,13f. bezeugt:

Gehet ein durch die enge Pforte; denn weit ist die Pforte und breit der Weg, der zum Verderben führt, und viele sind, die durch dieselbe eingehen. Denn eng ist die Pforte und schmal der Weg, der zum Leben führt, und wenige sind, die ihn finden.

Schon im Alten Testament finden sich Anklänge an diese Lehre. So berichtet uns 5 Mose 11,26ff. von einem Weg des Segens und des Fluches, Jer 21,8f. von einem Weg des Lebens und der Todes oder 1, Kön 18,21von einem Weg des HERRN oder des Baal. Sie erscheint darüber hinaus als ein christliches Verbindungsglied zwischen der jüdischen und der muslimischen Tradition, wenn die beiden Wege in den letzten Versen der für Muslime zentralen Sure al-Fātiha Erwähnung finden (Sure 1,6f.):

Führe uns den geraden Weg, den Weg derer, denen Du gnädig bist, nicht (den Weg) derer, denen Du zürnst und nicht der Irrenden !

Neben dem Barnabasbrief und der Didache taucht die Zwei-Wege-Lehre auch in anderen alten Kirchenordnungen wie der Doctrina Apostolorum, der Constitutio ecclesiastica apostolorum und der Epitome oder Elfapostelmoral auf (Eine ausführliche Beschreibung dieser Schriften und ihrer Überlieferung bei Bruno Steimer: Vertex Traditionis. Die Gattung der altchristlichen Kirchenordnungen. Berlin/New York: de Gruyter 1992).

Philip Schaff schrieb 1883 – dem Jahr, in dem die Didache erstmals von Theolphilos Bryennios veröffentlich wurde – eine der ersten Untersuchungen zur Didache mit dem Titel: The oldest Church Manual called The Teaching of the Apostles. Schaff grenzt den Autor der Schrift wie folgt ein (vgl. Schaff, 135f.):

Der Autor hat seinen Namen aus Bescheidenheit nicht genannt und gibt auch keinen Hinweis auf seine Identifizierung. Aber er war zweifellos ein Judenchrist und wahrscheinlich ein Begleiter und Schüler der Apostel. Er gehört der Schulrichtung des Matthäus und Jakobus an [...]. Er zeigt keinen Einfluss von Vorstellungen und Lehren des Paulus, welche die jüdischen Gemeinden kaum erreichten und nie völlig durchdrangen. Die wenigen möglichen Anspielungen auf die [paulinischen] Briefe beziehen sich lediglich auf den allgemeinen Konsens. Dennoch ist er Paulus nicht feindlicher gesonnen als Matthäus oder Jakobus. Er könnte als vor-paulinisch (dem Geist, nicht der Zeit nach), aber nicht als anti-paulinisch bezeichnet werden. [...] Sein Stil und seine Phraseologie sind hebraisierend. Er nennt die [christlichen] Propheten "Hohepriester". Er verweist auf die Erstlingsfrüchte und die jüdischen Fastentage am Montag und Donnerstag. Er nennt den Freitag "Rüsttag". Er ist mit dem Alten Testament und den jüdischen Apokryphen (Jesus Sirach und Tobit) vertraut. Er verzichtet auf jegliche Polemik gegen die jüdische Religion [...]. Er ordnet die dreimal tägliche Rezitation des Vater-unsers an, was eine klare Imitation der drei täglichen jüdischen Gebetszeiten darstellt. Er verabscheut den Verzehr von Götzenopferfleisch und hält sich an die vereinbarten Richtlinien des Apostelkonzils von Jerusalem, das unter Jakobus abgehalten wurde. Er scheint gar die Einhaltung des ganzen "Joches" des Gesetzes als den Weg zur Vollkommenheit zu empfehlen. Trotzdem zwingt er es den moralisch liberalen Heidenchristen nicht auf. Das Wesen der Religion besteht für ihn in der vollkommenen Liebe zu Gott und den Nächsten, wie es im Evangelium gefordert wird, oder wie Jakobus es ausdrückt: "das vollkommene Gesetz der Freiheit" (Jak 1,25). Hieraus folgt jedoch keineswegs, dass die Didache exklusiv für Juden geschrieben wurde; ganz im Gegenteil: sie ist, ihrem Titel gemäß, für "die Völker" bestimmt, genauso wie das Evangelium zu "allen Völkern" gepredigt werden soll, gemäß dem Befehl des Herrn in Mt 28,19.

 

 

Nach Anton Baumstark war das Zwei-Wege-Traktat in der syrischen Kirche als eine gesonderte, dem Barnabas zugesprochene Überlieferung im Umlauf, was er aus zwei Tatsachen ableitete. Erstens ist uns ein syrisches Fragment aus dem 13. Jhd. erhalten,2 das den Wortlaut der Verse 19,1–2.8 und 20,1 des Barn bewahrte, und zweitens ist in einer arabischen Kirchenordnung des maronitischen Bischofs David aus dem Jahre 1058/59 n. Chr., dem Kitāb al-hudā,3 unter den verbotenen Schriften ein „Blatt des Barnabas, welches Lehre der Apostel genannt wird“, aufgeführt (Vgl. P. Fahed: Kitāb al-hudā ou Livre de la Direction. Code Maronite du Haut Moyen Age. Traduction du Syraique en Arabe par l’Evêque Maronite DAVID l’an 1059. Publiée la première fois du ms. Vat. Syr. 133 avec indication des variantes des autres manuscrits. Aleppo 1935.). Baumstark folgert hieraus:

 

 

 

Wenn hier die Paulinischen wie die katholischen Briefe [...] konstant mit dem Terminus hlASR "Brief", die Barnabasschrift aber nur als hpOZ "Blatt" bezeichnet wird, so deutet dies zunächst auf einen geringeren, ja sehr geringen Umfang der letzteren hin. Und wenn als Nebentitel (oder landläufige Bezeichnung?) des "Blattes" des Barnabas "Lehre der Apostel" eingeführt wird, so lässt sich das kaum passender verstehen als dahin, dass jenes "Blatt" eben nur den mit der Didache parallel laufenden Teil des Briefes bot. (Anton Baumstark: Der Barnabasbrief bei den Syrern, 238.)

 

 

 

Dass die Zwei-Wege-Lehre auch die Schlusskapitel des Barnabasbriefes bildet, könnte dafür sprechen, dass Barnabas diese jüdische Tradition in die christliche Lehre einführte.

Der Text der Didache und die wichtigsten Zeugen der Zwei-Wege-Lehre sind auf dieser Seite zweisprachig bereitgestellt.

 

§5. Zwei Barnabas-Logien

 

Von weiteren nicht überlieferten Werken des Barnabas zeugen zwei apokryphe Logien.

 

Das erste Logion wird zuerst in dem Werk Spicilegium SS. Patrum Ut Et Haereticorum, Seculi post Christum natum I. II. & III., Tomus I. (Oxford 1698) des seinerzeit in Oxford lehrenden Königsberger Theologen Johannes Ernst Grabe (1666–1711) erwähnt. Grabe schreibt dort auf den Seiten 302f.:

Über zwei berühmte apostolische Männer des 1. Jhds. bleibt uns einige Worte zu schreiben übrig. Diese sind freilich der Hl. Barnabas und Hermas, von deren Schriften ich hier nicht handeln möchte, weil sich von ihnen gerade einmal einige Fragmente finden lassen, welche jedoch nicht ediert wurden. Doch will ich hier einen Satz des Hl. Barnabas aus dem Codex Baroccianus 39 anführen, der in dem Brief desselben nicht enthalten ist:

Der Apostel Barnabas sagt: In den (sittlich) schlechten Wettkämpfen ist der Elendere derjenige, der siegt: er geht nämlich als derjenige fort, der mehr Sünde hat.

Βαρνάβας ὁ ἀπόστολος ἔφη· ἐν ἁμίλλαις πονηραῖς ἀθλιώτερος νικήσας, διότι πέρχεται πλέον ἔχων τῆς ἁμαρτίας.


 

In diesem Codex befindet sich eine Sammlung einiger Sätze von kirchlichen und profanen Schriftstellern, in alphabetischer Reihenfolge begonnen, aber nicht zu Ende geführt. So ist etwa unter den Autoren, deren Namen mit "B" beginnen, der Hl. Barnabas als einziger (den der Autor der Sammlung auf gleiche Weise wie der Hl. Lukas in Apg. 14,14 und Clemens von Alexandrien in Strom. II, 6,31,2 und II, 7,35,5 "Apostel" nennt) zu finden, wobei jedoch nicht vermerkt ist, woher [jener Satz] stammt. Ich würde sagen, dass er aus einer "Lehre des Barnabas" (Didascalia Barnabae) stammt, wenn  eine solche existieren würde; es wird zwar bei Clemens, wie auch bei Ignatius und Polycarp eine "Didache" hier und dort erwähnt, doch bei keinem Autor bzw. in keinem Verzeichnis apokrypher Schriften taucht eine "Didache des Barnabas"" auf. So lässt sich diesbezüglich nur mutmaßen, dass der hier als Excerpt rezitierte Satz aus dem "Evangelium nach Barnabas" stammt, das im Dekret des Gelasius und in dem Verzeichnis von Schriften, erwähnt wird, welches Cotelier aus dem Cod. 1789 [= Codex Barocci 206] des Königs von Frankreich in seinen Anmerkungen I zu den "Apostolischen Konstitutionen" schriftlich dargeboten hat.

[302]

[303]

(Johannes Ernst Grabe, Spicilegium SS. Patrum Ut Et Haereticorum, Seculi post Christum natum I. II. & III., Tomus I. (Oxford 1698), 302f.)
(Johannes Ernst Grabe, Spicilegium SS. Patrum Ut Et Haereticorum, Seculi post Christum natum I. II. & III., Tomus I. (Oxford 1698), 302f.)

 

Das zweite Logion findet sich in der Grabrede des kappadokischen Kirchenvaters Gregor von Nazianz (ca. 329–390 n. Chr.) auf Basilius den Großen (ca. 330–379 n. Chr.). Dort sagt Gregor über Basilius in Kapitel 32 (vgl. Jaques Paul Migne: Patriologia Graeca Tomus XXXVI, 539f.):

 

Er galt den einen als eine starke Mauer und ein fester Wall, den anderen als ein Hammer, der Felsen zerschlägt, oder der Gottheit Feuer in dornigem Reisig, das – wie die göttliche Schrift sagt – diejenigen, die Reisig gleichen und übermütig sind, leicht verzehrt. Wenn auch Barnabas, der dies sagt und schreibt, dem Paulus im Kampfe beigestanden hat, so ist doch dem Paulus zu danken, der ihn erwählt und zum Mitkämpfer gemacht hat.

 

γίνεται τοῖς μὲν τεῖχος ὀχυρὸν καὶ χαράκωμα, τοῖς δὲ πέλεκυς κόπτων πέτραν, ἢ πῦρ ἐν ἀκάνθαις, ὅ φησιν ἡ θεία γραφή, ῥᾳδίως ἀναλίσκον τοὺς φρυγανώδεις καὶ ὑβριστὰς τῆς θεότητος. Εἰ δέ τι καὶ Βαρνάβας, ὁ ταῦτα λέγων καὶ γράφων, Παύλῳ συνηγωνίσατο, Παύλῳ χάρις τῷ προελομένῳ καὶ συνεργὸν ποιησαμένῳ τοῦ ἀγωνίσματος.

 

J.-P. Migne: Patriologiae Graecae Tomus XXXVI, 539f.
J.-P. Migne: Patriologiae Graecae Tomus XXXVI, 539f.