DIE HIMMELFAHRT DES MOSE

                                      (ASsumptio mosis)


Moses ernennt Josua zu seinem Nachfolger (J. Schn. v. Carolsfeld, Bibel in Bildern)
Moses ernennt Josua zu seinem Nachfolger (J. Schn. v. Carolsfeld, Bibel in Bildern)

[Übersetzt von Carl Clemen, erschienen in: Emil Kautzsch: Die Apokryphen und Pseudepigraphen des Alten Testaments, Bd. 2, Tübingen: Mohr, 1900, 311–330. Lateinische Originalschrift: Prof. Lic. Dr. Carl Clemen: The Assumptio Mosis.  Cambridge: Deighton, Bell & Co., 1904). Die deutsche Übersetzung wurde in wenigen, aber wichtigen Details verbessert von Daniel Erhorn 2016.]

 

Die lateinische Übersetzung der vermutlich im 1. Jhd. auf hebräisch oder aramäisch verfassten Assumptio Mosis wurde erst Mitte des 19. Jhds. von Antonio Maria Ceriani in einem schlecht erhaltenen lateinischen Palimpsest aus dem 6. Jhd. in der Biblioteca Ambrosiana in Mailand entdeckt und 1861 erstmalig veröffentlicht. Sie enthält die geheimen Unterweisungen, die Moses seinem von ihm erwählten Nachfolger Josua kurz vor seinem Tode gab.

I

 [1] ...

[2] qui est bis millesimus et quingentesimus annus a creatura orbis terrae

 

[3] nam secus qui in oriente sunt numerus ... mus et .. mus et .... mus profectionis fynicis

 

[4] cum exiuit plebs post profectionem quae fiebat per mosysen usque amman trans iordanem

[5] profetiae quae facta est a moysen in libro deuteronomio

 

[6] qui uocauit ad se iesum filium naue hominem probatum domino

 

[7] ut sit successor plebi et scene testimonii cum omnibus sanctis illius

 

 

[8] ut et inducat plebem in terram datam extribus eorum

 

[9] ut detur illis per testamentum et per iusiurandum quod locutus est in scenae dare de iesum dicendo ad iesum uerbum hoc

 

 

[10] et promitte secus industriam tuam omnia quae mandata sunt ut facias quemadmodum sine quaerellam est

[11] ideo haec dicit dominus orbis terrarum

[12] Creauit enim orbem terrarum propter plebem suam

 

 

[13] et non coepit eam inceptionem creaturae et ab initio orbis terrarum palam facere ut in eam gentes arguantur et humiliter inter se disputationibus arguant se

 

 

 

[14] itaque excogitauit et inuenit me qui ab initio orbis terrarum praeparatus sum ut sim arbiter testamenti illius

[15] et tunc palam facio tibi quia consummatum est tempus annorum uitae meae et transio in dormitionem patrum meorum et palam omnem plebem

[16] autem percipe scribturam hanc ad recognoscendam tutationem librorum quos tibi tradam

 

[17] quos ordinabis et chedriabis et reponis in uasis fictilibus in loco quem fecit ab initio creaturae orbis terrarum

 

 

[18] ut inuocetur nomen illius usque in diem paenitentiae in respectu quo respicit illos dominus in consummatione exitus dierum

 

[1] ...

[2] Buch der Weissagung Moses, die er aussprach im 120. Jahre seines Lebens, d.h. des 2500. seit Erschaffung der Welt

[3] (nach orientalischer Zählung aber des 2700. (?)) und des 400. seit dem Auszug aus Phönitien,

[4] als das Volk nach dem von Mose bewerkstelligten Auszug [aus Ägypten] bis Amman jenseits des Jordans gekommen war -

[5] der Weissagung, die Moses [eigentlich schon] im Buche Deuteronomium aussprach.

[6] Er rief Josua, den Sohn Nuns, einen Mann, vor dem Herrn bewahrt, zu sich,

[7] damit er an seine Stelle träte in seinem Verhältnis zu dem Volk und der Hütte des Zeugnisses samt all ihren Heiligtümern, 

[8] und damit er auch das Volk in das Land führte, ihren Vätern zu [künftiger] Verleihung verliehen,

[9] [d.h.] auf Grund des Bundes und auf Grund des Schwurs, den er in der Hütte leistete, [es] durch Josua [ihnen] zu geben, indem er zu Josua sprach:

[10] So unternimm, denn nach deinem Eifer alles, was dir zu thun aufgetragen ist, wie es untadlig ist.

[11] Deshalb spricht der Herr der Welt folgendermaßen:

[12] Denn er hat [zwar schon] die Welt um seines Gesetzes willen geschaffen,

[13] aber dasselbe, den Erstling der Schöpfung, nicht auch von Anfang der Welt an geoffenbart, dass die Heiden dadurch [ihrer Sünden] überführt würden und demütig einander im Streit hatten überführen können.

[14] Deshalb ausersah und fand er mich, der von Anfang der Welt an dazu vorbereitet war, der Mittler jenes Bundes zu werden.

[15] Und nun thue ich dir kund, dass die Zeit der Jahre meines Lebens vollendet ist, und ich hingehe zur Ruhe meiner Väter - und zwar öffentlich vor allem Volk.

[16] Du aber vernimm diese Schrift, an der man erkennen soll, wie sich die [anderen] Bücher bewähren (?) , die ich dir übergeben werde.

[17] Die sollst du ordnen, mit Zedernöl salben und in irdenen Gefäßen an dem Orte hinterlegen, den er von Anfang der Schöpfung der Welt an [dazu] geschaffen hat,

[18] dass [daselbst] sein Name angerufen wird bis zu dem Tage der Buße bei der [letzten] Heimsuchung, mit der sie der Herr heimsucht, wenn sich das Ende der Tage vollendet.

 


II

 [1] intrabunt per te in terram quam decreuit et promisit dare patribus eorum

 

 

 

[2] in qua tu benedicis et dabis unicuique et stabilibis eis sortem in me et constabilibis eis regnum et magisteria locorum dimittes illis secus quod placebit domino eorum in iudicio et iustitia

 

 

 

[3] autem postquam intrabunt in terram suam annos et postea dominabitur a principibus et tyrannis per annos xuiii et xuiiii annos abrumpens tib x nam descendent tribus duae et transferunt scenae testimonium

 

 

 

[4] tunc deus caelestis fecit palam scenae suae et ferrum sanctuarii sui et ponentur duae tribus sanctitatis

 

 

 

[5] nam x tribus stabilient sibi secus ordinationes suas regna

 

[6] et adferent uictimas per annos xx

[7] et uii circumuallabunt muros Et circumibo uiiii et adcedent ad testamentum domini et finem polluent quem fecit dominus cum eis

 

 

[8] et immolabunt natos suos diis alienis et ponent idola scenae seruientes illis

 

[9] et in domo domini facient sceleste et sculpent omnem animalium idola multa

 

[1] Jetzt aber werden sie durch deine Vermittlung in das Land einziehen, das er [ihnen] zu geben beschlossen und ihren Vätern versprochen hat;

[2] dort sollst du sie segnen und einem jeden seinen Anteil an mir geben und bestätigen und ihnen zugleich die Herrschaft [über das Land] bestätigen, sollst Ortsbehörden [über sie] setzen nach dem, wie es ihrem Herrn wohl gefallen wird, in Recht und Gerechtigkeit.

[3] Fünf Jahre aber, nachdem sie in ihr Land eingezogen sind, von da ab wird es von Fürsten und Thyrannen beherrscht werden 18 Jahre lang , und 19 Jahre hindurch werden sich zehn Stämme losreißen. Zwei Stämme aber werden sich trennen und das Zeugnis der Hütte mitnehmen (?). [4] Dann wird der Gott des Himmels den Pfahl seiner Hütte und das Eisen seines Heiligtums festmachen (?) , und sie werden zu zwei heiligen Stämmen gemacht werden (?) -

[5] aber die zehn Stämme werden sich nach ihren Anordnungen Herrscher einsetzen,

[6] und 20 Jahre lang werden sie Opfer darbringen.

[7] Sieben werden die Mauern befestigen, neun werde ich beschützen, und vier werden den Bund des Herrn übertreten, und den Vertrag, den der Herr mit ihnen geschlossen hat, beflecken. [8] Sie werden ihre Söhne fremden Göttern opfern und schändliche (?) Götzenbilder aufstellen, denen sie dienen;

[9] ja, im Hause des Herrn werden sie frevelhaft handeln und überall mit vielen Bildern von Tieren gravieren.

 


III

 [1] illis temporibus ueniet illis ab oriente rex et teget equitatus terram eorum et

[2] incendet colonia eorum igne cum aede sancta domini et sancta uasa omnia tollet

 

 

[3] et omnem plebem eiciet et ducet illos in terram patriae suae et duas tribus ducit secum

 

[4] Tunc inuocabunt duae tribus x tribus et ducent se ut liena in campis puluerati esurientes et sitientes cum infantibus nostris

 

 

 

[5] et clamabunt iustus et sanctus dominus quia enim uos peccastis et nos pariter adducti sumus uobiscum

[6] tunc plorabunt x tribus audientes inproperia uerborum tribum duarum

 

 

[7] et dicent quid faciemus uobis fratres nonne in omnem domum istrahel aduenit clibsis haec

 

[8] et omnes tribus plorabunt clamantes in caelum et dicentes

 

[9] deus abraham et deus isaac et deus iacob reminiscere testamentum tuum quod factasti cum eis et iusiurandum quod iurasti eis per te ne umquam deficiat semen eorum a terra quam dedisti illis

 

 

[10] Tunc reminiscentur me die illo dicentes tribus ad tribum et homo de proximo suo

 

 

[11] nonne hoc est quod testabatur nobis cum moyses in profetis qui multa passus est in aegypto et in mari rubro et in heremo annis xl

 

 

[12] testatus et inuocabat nobis testes caelum et terram ne praeteriremus mandata illius in quibus arbiter fuit nobis

 

 

[13] quae aduenerunt nobis de isto secus uerba ipsius et secus adfirmationem ipsius quomodo testatus est nobis temporibus illis et quae conuenerunt usque nos duci captiuos in partem orientis

 

 

[14] qui et seruient circa annos lxxvii

 

 [1] Da wird über sie von Osten her ein König kommen, und [seine] Reiterei wird ihr Land bedecken;

[2] der wird ihre Ansiedelung nebst dem heiligen Hause des Herrn in Brand stecken, alle heiligen Geräte wegnehmen,

[3] das ganze Volk vertreiben und sie in sein Heimatland führen; ja, die zwei Stämme wird er mit sich führen.

[4] Dann werden die zwei Stämme die zehn zu sich rufen, und sie werden entweichen (?) wie eine Löwin, in sandige Gefilde, hungernd und dürstend mit unseren Kindern,

[5] und schreien: "Gerecht und heilig ist der Herr; denn ihr habt gesündigt, und wir sind ebenso mit euch hergeführt worden.

[6] Dann werden die zehn Stämme weinen, wenn sie die beschimpfenden Worte der zwei Stämme hören,

[7] und sagen: Was haben wir euch gethan, Brüder? Ist nicht über das ganze Haus Israel diese Heimsuchung gekommen?

[8] So werden denn alle Stämme weinen, indem sie zum Himmel schreien und sprechen:

[9] Gott Abrahams, Gott Isaaks und Gott Jakobs, gedenke an deinen Bund, den du mit ihnen geschlossen, und den Eid, den du ihnen bei dir selbst geschworen hast, dass [nämlich] ihr Same niemals weichen solle von dem Lande, das du ihnen gegeben hast.

[10] Dann werden sie an mich gedenken, indem sie an jenem Tage sprechen, ein Stamm zum anderen und ein Mensch zu seinem Nächsten:

[11] Ist das nicht dasjenige, was uns damals Mose in [seinen] Weissagungen bezeugte, er, der viel erduldet hatte in Ägypten, am roten Meer und in der Wüste, 40 Jahre lang ?

[12] Nachdem er es bezeugt, rief er auch Himmel und Erde zu Zeugen über uns an, wir sollten seine Gebote nicht übertreten, die er uns vermittelt hatte.

[13] Das ist nun von ihm nach seinen Worten und seiner Versicherung über uns hereingebrochen, wie er es uns damals bezeugt hat; und das ist alles eingetroffen bis dahin, wo wir in das Land des Osten gebracht wurden, -

[14] sie sollen auch Knechte sein etwa 77 Jahre lang.

 


IV

 [1] Tunc intrauit unus qui supra eos est et expandit manus et ponit genua sua et orauit pro eis dicens

 

 

 

[2] Domine omnis rex in alta sede qui dominaris saeculo qui uoluisti plebem hanc esse tibi plebem hanc exceptam tunc uoluisti inuocari eorum deus secus testamentum quod fecisti cum patribus eorum

 

[3] et ierunt captiui in terram alienam cum uxoribus et natis suis et circa ostium allofilorum et ubi est maiestas magna

 

 

[4] respice et miserere eorum domine caelestis

[5] Tunc reminiscitur deus eorum propter testamentum quod fecit cum patribus illorum et palam faciet misericordiam suam et temporibus illis

 

[6] et mittit in animam regis ut misereator eorum et dimittit illos in terram eorum et regionem 

 

[7] tunc ascendent aliquae partes tribuum et uenient in locum constitutum suum et circumuallabunt locum renouantes

[8] duae autem tribus permanebunt in praeposita fide sua tristes et gementes quia non poterint referre immolationes domino patruum suorum

 

[9] et x tribus crescent et deuenient apud natos in tempore tribum

 

[1] Dann [aber] wird einer auftreten, der über ihnen steht, seine Hände ausbreiten, seine Kniee beugen und also für sie beten:

[2] Herr des Alls, König auf hohem Sitz, der du über die Welt herrschest und diese Volk dein auserwähltes Volk sein lassen wolltest: du hast damals als ihr Gott angerufen sein wollen, nach dem Bunde, den du mit ihren Vätern geschlossen.

[3] Aber sie sind als Gefangene mit ihren Weibern und Kindern in ein anderes Land gezogen, an den Eingang zu den Fremden, und wo viel Traurigkeit (?) ist.

[4] Achte [auf sie] und erbarme dich ihrer, Gott des Himmels !

[5] Da wird Gott ihrer gedenken wegen des Bundes, den er mit ihrenVätern geschlossen, und wird seine Barmherzigkeit auch in jenen Zeiten [wieder] offenbaren.

[6] Er wird es dem König ins Herz geben, das er sich ihrer erbarme, und er wird sie in ihr Land und Gebiet entlassen.

[7] Da werden einige Bestandteile der Stämme hinaufsteigen, an ihren bestimmten Ort kommen und ihn von neuem ummauern.

[8] Zwei Stämme aber werden in ihrer früheren (?) Treue verharren, traurig und seufzend, weil sie dem Herrn ihrer Väter keine Opfer werden darbringen können.

[9] Dagegen zehn Stämme werden immer mehr zu Heiden werden in der Zeit der Heimsuchung.


V

[1] et cum adpropiabunt tempora arguendi et uindicta surgit de reges participes scelerum

 

 

 

 

[2] et punientes eos et ipsi diuidentur ad ueritatem propter quod factum fuit

 

[3] deuitabunt iustitiam et accedent ad iniquitatem et contaminabunt in genationibus domum seruitutis suae et quia fornicabunt post deos alienos

 

 

 

[4] non enim sequentur ueritatem dei sed quidam altarium inquinabunt de muneribus quae inponent domino qui non sunt sacerdotes sed serui de seruis nati

 

 

 

 

[5] qui enim magistri sunt doctores eorum illis temporibus erunt mirantes personas cupiditatum et acceptiones munerum et peruendent iustitias accipiendo poenas

 

 

[6] et ideo implebitur colonia et fines habitationis eorum sceleribus et iniquitatibus a deo ut qui facit erunt impii iudices erunt in eam post fines habitationis sceleribus et iniquitatibus a domino qui faciunt erunt impii iudices inerunt in campo iudicare quomodo quisquae uolet

 

[1] Wenn aber die Zeit zum Strafen herannaht, da wird die Rache [über sie] kommen durch die[selben] Könige, die an ihren Verbrechen teilnahmen und sie [nun jetzt] strafen.

[2] Aber auch sie werden hinsichtlich der Wahrheit uneins werden , weil es eingetroffen ist, [was geweissagt war]:

[3] Sie werden die Gerechtigkeit meiden und sich der Unbilligkeit zuwenden; sie werden mit Befleckungen das Haus ihres Dienstes schänden, und weil sie fremden Göttern nachhuren werden.

[4] Denn sie werden nicht der Wahrheit Gottes folgen, sondern einige werden den Altar mit unreinen (?) Gaben beflecken, die sie für den Herrn darauf legen, Leute, die keine Priester sind, sondern Sklaven, von Sklaven geboren.

[5] Denn die Schriftgelehrten, die dann ihre Lehrer sind, werden auf die Person ihrer Lieblinge und die Annahme von Geschenken achten und Entscheidungen verkaufen, indem sie sich Bußen bezahlen lassen.

[6] Und so wird ihre Ansiedelung und das Gebiet ihrer Wohnung voller Verbrechen und Unbilligkeiten werden. Vom Herrn, der [sie] macht, werden sie abfallen; Richter werden in ihr sein, zu richten (?), wie jeder will.


VI

[1] tunc exurgent illis reges imperantes et in sacerdotes summi dei uocabuntur facient facientes impietatem ab sancto sanctitatis

 

 

 

[2] et succedit illis rex petulans qui non erit de genere sacerdotum homo temerarius et improbus et iudicabit illis quomodo digni erunt

 

 

[3] qui elidit principales eorum gladio et locis ignotis singuli et corpora illorum ut nemo sciat ubi sint corpora illorum

 

 

[4] occidit maiores natu et iuuenes et non parcet

[5] tunc timor erit illius aceruus in eis in terram eorum

 

[6] et faciet in eis iudicia quomodo fecerunt in illis aegypti per xxx et iiii annos et puniunt eos

 

 

[7] et .. rodincit natos ... ecedentes sibi breuiora tempora donarent

 

[8] in pares eorum mortis uenient et occidentes rex potens quia expugnabit eos

 

[9] et ducent captiuos et partem aedis ipsorum igni incendit aliquos crucifigit circa coloniam eorum

 

 

 

 [1] Dann werden sich über sie Könige erheben, die [sie] beherrschen, und werden zu Hohenpriestern Gottes berufen werden; [aber] Gottlosigkeit werden sie verüben vom Allerheiligsten aus.

[2] Und ihnen folgt ein frecher König, der nicht aus priesterlichem Geschlechte sein wird, ein verwegener und gottloser Mensch: der wird sie richten, wie sie es verdienen.

[3] Er wird ihre Obersten mit dem Schwert ausrotten und ihre Leiber an unbekannten Orten begraben , so daß niemand weiß wo ihre Leiber sind;

[4] er tötet die Alten und Jungen und wird keine Schonung üben.

[5] Da wird drückende Furcht [vor ihm] über sie kommen in ihrem Lande;

[6] er aber wird Gericht unter ihnen halten, wie die Ägypter unter ihnen gethan, - 34 Jahre lang , und wird sie bestrafen .

[7] Und Söhne wird er zeugen, die in seiner Nachfolge kürzere Zeit herrschen werden.

[8] In ihr Gebiet werden Kohorten einfallen und daß Abendlands mächtiger König, dersie erobern wird.

[9] Und sie werden sie gefangen fortführen; einen Teil ihrer Tempel wird er mit Feuer verbrennen und einige um ihre Ansiedelung herum kreuzigen.


VII

[1] ex quo facto finientur tempora momento .... etur cursus a .... horae iiii ueniant

 

[2] coguntur secun ..... ae .... pos .... initiis tribus ad exitus viiii propter initium tres septimae secunda tria in tertia duae h .. ra .. tae

[3] et regnarunt de his homines pestilentiosi et impii docentes se esse iustos

 

 

 

[4] et hi suscitabunt iram animorum suorum qui erunt homines dolosi sibi placentes ficti in omnibus suis et omni hora diei amantes conuiuia deuoratores gulae

 

 

[5] s ... n ... ca ......... nus diis ........ omnis ....................... u .... o .... rue ..... elentes

[6] ..... rum bonorum comestores dicentes se haec facere propter misericordiam qu ...

 

[7] se et exterminatores quaeru ... fallaces celantes se ne possent cognosci impii in scelere pleni et iniquitate ab oriente usque ad occidentem

 

 

[8] dicentes habebimus discubitiones et luxuriam edentes et bibentes Et putauimus nos tamquam principes erimus

[9] et manus eorum et mentes inmunda tractantes et os eorum loquetur ingentia et super dicent

 

[10] noli .... tange ne inquines me loco in quo ... s ...... is d ........ su ..... us ..... in ......... re .... raui .... in plebem quae s .. a .. illis

 

 

[1] Von da ab werden die Zeiten zu Ende gehen;

 

 

[2] plötzlich wird der Lauf sich schließen, wenn vier Stunden gekommen sind (?) ...

 

 

[3] Und über sie werden verderbliche und gottlose Menschen herrschen, die lehren, sie seien gerecht.

 

[4] Die werden den Zorn ihrer Freundes erregen, da sie betrügerische Leute sein werden, nur sich selbst zu Gefallen lebend, verstellt in all ihrem Wandel und zu jeder Stunde des Tages gern schmausend und mit der Kehle schlingend,

[5] ...

 

 

[6] der Armen (?) Güter fressend und behauptend, sie thäten das auch Mitleid,

[7] Vertreiber [von anderen], Streitsüchtige (?), Trügerische, die sich [doch] verstecken, um nicht erkannt werden zu können, Gottlose, voller Verbrechen und Ungerechtigkeit, vom Morgen bis zum Abend

[8] sprechend: Wir wollen Gelage und Überfluß haben, essend und trinkend, und wollen uns einbilden , wir wären Fürsten!

[9] Ihre Hände und Herzen werden Unreines treiben, ihr Mund groß prahlen, - und [doch] werden sie dabei sagen:

[10] Rühre mich nicht an, damit du mich nicht verunreinigst!


VIII

 

[1] et .. ta .. ueniet in eos ultio et ira quae talis non fuit in illis a saeculo usque ad illum tempus in quo suscitauit illis regem regum terrae et potestatem a potentia magna qui confitentes circumcisionem in cruce suspendit.

 

 

 

[2] Nam necantes torquebit et tradidit duci uinctos in custodiam

 

 

[3] et uxores eorum diis donabuntur gentibus Et filii eorum pueri secabantur a medicis pueri inducere acrosisam illis

 

[4] nam illi in eis punientur in tormentis et igne et ferro et cogentur palam baiulare idola eorum inquinata quomodo sunt pariter continentibus ea

 

 

[5] et a torquentibus illos pariter cogentur intrare in abditum locum eorum et cogentur stimulis blasfemare uerbum contumeliose nouissime post haec et leges quod haberent supra altarium suum

 

[1] Da wird Rache und Zorn über sie hereinbrechen, wie sie unter ihnen nicht dagewesen sind von Ewigkeit her bis zu jener Zeit, in der er ihnen erwecken wird einen König über die Könige der Erde und einen Machthaber von großer Gewalt, der diejenigen, die sich zur Beschneidung bekennen, am Kreuz aufhängt,

[2] diejenigen aber, die [sie] verleugnen, foltern und überliefern wird, gefesselt ins Gefängnis geführt zu werden.

[3] Ihre Frauen werden unter die Heiden verteilt, ihre männlichen Kinder von Ärzten operiert werden, um ihnen eine Knabenvorhaut darüber zu ziehen,

[4] die anderen aber unter ihnen mit Martern, Feuer und Schwert gestraft und [so] gezwungen werden, öffentlich ihre Götzenbilder zu tragen, befleckt, wie sie sind gleich ihren Besitzern.

[5] Ja, von ihren Folterern werden sie ebenfalls gezwungen werden, an ihren verborgenen Ort einzutreten; mit Stacheln werden sie gezwungen werden, das Wort schmächlicherweise zu lästern, zuletzt nach diesem auch, was sie vom Gesetz über ihrem Altar haben (?).


IX

 

 

[1] tunc illo dicente hom de tribu leuui cuius nomen erit taxo qui habens vii filios dicens ad eos rogans

 

 

 

[2] uidete filii ecce ultio facta est in plebe altera crudelis inmunda et traductio sine misericordia et eminent principatum

 

 

 

[3] quae enim gens aut quae regio aut quis populus impiorum in domum qui multa scelesta fecerunt tanta mala passi sunt quanta nobis contegerunt

 

[4] Nunc ergo filii audite me uidete enim et scite quia numquam temptans deum nec parentes nec proaui eorum ut praetereant mandata illius

 

 

[5] scitis enim quia haec sunt uires nobis et hoc faciemus

 

[6] ieiunemus triduo et quarto die intremus in spelunca quae in agro est et moriamur potius quam praetereamus mandata domini dominorum dei parentum nostrorum

[7] hoc enim si faciemus et moriemur sanguis noster uindicauitur coram domino

 

 

[1] Dann [wird], während jener herrscht, ein Mann vom Stamme Lewi [auftreten], dessen Name sein wird Taxon [d.h. der Ordner] . Er wird sieben Söhne haben und bittend zu ihnen sprechen:

 

[2] "Seht, [meine] Söhne, nun ist über das Volk eine zweite grausame, unreine Rache und erbarmungslose Strafe hereingebrochen, die die erste überragt.

[3] Denn welches Geschlecht, Land oder Volk von Frevlern gegen den Herrn, die doch viel Verbrecherisches verübt hatten, hat so viel Leiden erduldet, als uns zu teil geworden ist?

[4] Nun also, ihr Söhne, hört auf mich; seht doch und wißt, daß [ich] nie ein Versucher Gottes [war], noch [meine] Väter oder ihre Vorfahren, daß sie seine Gebote übertreten hatten.

[5] Ihr wißt ja, daß darin unsere Kraft liegt, - darum wollen wir folgendes thun:

[6] "Wir wollen drei Tage lang faßten und am vierten in eine Höhle auf dem Felde gehen und lieber sterben, als die Gebote des Herrn der Herren, des Gottes unserer Väter übertreten.

[7] Denn wenn wir das thun und [so] sterben, dann wird unser Blut vor dem Herrn gerochen werden."


X

 

[1] Et tunc parebit regnum illius in omni creatura illius Et tunc zabulus finem habebit et tristitiam cum eo adducetur

 

[2] Tunc implebuntur manus nuntii qui est in summo constitutus qui protinus uindicauit illos ab inimicis eorum

 

[3] .....get enim caelestis a sede regni sui et exiet de habitatione sancta sua cum indignationem et iram propter filios suos

 

 

[4] et tremebit terra usque ad fines suas concutietur et alti montes humiliabuntur et concutientur et conualles cadent

 

 

[5] sol non dabit lumen et in tenebris conuertent se cornua lunae et confringentur et tota conuertit se in sanguine et orbis stellarum conturuauitur

 

 

 

[6] et mare usque ad abyssum decedit ad fontes aquarum deficient et flumina expauescent

 

[7] quia exurgit summus deus aeternus solus et palam ueniet ut uindicet gentes et perdet omnia idola eorum

 

 

[8] Tunc felix eris tu istrahel et ascendes supra ceruices et alas aquilae et inplebuntur

 

 

[9] et altauit te deus et faciet te herere caelo stellarum loco habitationis eorum

[10] et conspiges a summo et uides inimicos tuos in terram et cognosces illos et gaudebis et agis gratias et confiteberis creatori tuo

 

 

[11] nam tu iesu naue custodi uerba haec et hunc librum

 

 

[12] erunt enim a morte receptionem usque ad aduentum illius tempora ccl quae fiunt

 

 

[13] Et hic cursus ... horum quem conueniunt donec consummentur

 

[14] Ego autem ad dormitionem patrum meorum eram

[15] itaque tu iesu naue forma te elegit deus esse mihi successorem eiusdem testamenti

 

[1] Und dann wird sein Regiment über all seine Kreatur erscheinen; dann wird der Teufel ein Ende haben, und die Traurigkeit mit ihm hinweggenommen werden.

[2] Dann werden die Hände des Gesandten gefüllt werden, der an höchster Stelle steht, und sofort wird er sie rächen an ihren Feinden.

[3] Denn der Himmlische wird von seinem Herrschersitz aufstehen und heraustreten aus seiner heiligen Wohnung in Empörung und Zorn wegen seiner Kinder.

[4] Da wird die Erde erbeben, bis zu ihren Enden erschüttert werden, und hohe Berge werden erniedrigt und erschüttert werden, und Thäler werden einsinken.

[5] Die Sonne wird kein Licht mehr geben und sich in Finsternis verwandeln; die Hörner des Mondes werden gespalten, und er verwandelt sich ganz in Blut, und der Kreis der Sterne wird in Verwirrung geraten.

[6] Das Meer wird bis zum Abgrunde zurückweichen, und die Wasserquellen werden ausbleiben und die Flüsse erstarren.

[7] Denn der höchste Gott wird sich erheben, der allein ewig ist, und wird offen hervortreten, um die Heiden zu strafen, und alle ihre Götzenbilder vernichten.

[8] Dann wirst du glücklich sein, Israel, und auf Nacken und Flügel des Adlers hinaufsteigen, und die Tage des Adlers (?) werden sich erfüllen.

[9] Und Gott wird dich erhöhen und am Sternenhimmel schweben lassen, am Ort ihrer Wohnung.

[10] Dann wirst du von oben herabschauen und deine Feinde auf Erden sehen und sie erkennen und dich freuen und Dank sagen und dich zu deinem Schöpfer bekennen.

[11] Du aber, Josua, [Sohn] Nuns, bewahre diese Worte und dies Buch;

[12] denn von meinem Tode (meiner Himmelfahr)t bis zu seinem Erscheinen werden 250 Zeiten sein, die erst vergehen müssen,

[13] und das wird ihr Lauf sein , den sie zurücklegen werden, bis sie sich vollenden.

[14] Ich aber will zur Ruhe meiner Väter gehen.

[15] Daher sei stark, Josua, [Sohn] Nuns; dich hat Gott erwählt, mein Nachfolger in diesem Bunde zu sein.


XI

 

[1] et cum audisset iesus uerba moysi tam scripta in sua scriptura omnia quae praedixerant scidit sibi uestimenta et procidit ad pedes meos

 

[2] et hortatus est cum monse et plorauit cum eo

 

[3] Et respondit illi et dixit iesus

 

[4] quid me celares domine monse et quo genere celabor de qua locutus est uoce acerua que exiuit de ore tuo quae est plena lacrimis et gemitibus quia tu discedis de plebe ist ......

 

 

 

[5] quis locus recipit .... te

 

[6] aut quod erit monumentum sepulturae

 

[7] aut quis audeuit corpus tuum transferre in eut homo de loco in locum

 

 

[8] Omnibus enim morientibus secus aetatem sepulturae suae sunt in terris nam tua sepultura ab oriente sole usque ad occidentem et ab austro usque ad fines aquilonis omnis orbis terrarum sepulcrum est tuum

[9] domine abhis Et quis nutrit plebem istam

 

[10] aut quis est qui miserebitur illis et quis eis dux erit in uia

 

[11] aut quis orabit pro eis nec patiens ne uno quidem diem ut inducam illos in terram araborum

 

 

[12] quomodo ergo potero plebem hanc tamquam pater unicum filium aut tamquam filiam dominam uirginem quae paratur tali uiro quae timebat corpus custodiens eius a sole et ne scalciati pedes eius ad currendum supra terram

 

 

 

 

[13] ..... de uoluntatem eorum praestabo illis ciborum et potui secus uoluntatem uoluntatis eorum

[14] ..... enim illorum erant c milia nam isti in tantum qui creuerunt in tuis orationibus domine monse

 

[15] et quae est mihi sapientia aut intellectus in domo .... uerbis aut iudicare aut respondere

 

 

 

[16] sed et reges amorreorum cum audierint expugnare nos credentes iam non esse semet sacrum spiritum dignum domino multiplicem et inconpraehensibilem dominum uerbi fidelem in omnia diuinum per orbem terrarum profetem consummatum in saeculo doctorem iam non esse in eis dicens Eamus ad eos

 

[17] si inimici impie fecerunt semel adhuc in dominum suum non est defensor illis qui ferat pro eis praeces domino quomodo monse erat magnus nuntius qui singulis horis diebus et noctibus habebat genua sua infixa in terra orans et intuens hominipotentem orbem terrarum cum misericordia et iustitia reminiscens testamentum parentum et iureiurando placando dominum

 

 

 

 

 

 

 

[18] dicent enim non est ille cum eis eamus itaque et confundamus eos a faciae terrae

 

[19] quod ergo fiet plebi isti domine monse

 

[1] Als nun Josua die Worte Moses gehört hatte, die so in seiner Schrift geschrieben stehen, alles, was er vorhergesagt hatte, da zerriß er sich sein Gewand, fiel zu Moses Füßen,

[2] und Mose ermahnte ihn und weinte mit ihm.

[3] Josua aber antwortete und sprach zu ihm:

[4] Was solltest du mich trösten mein Herr Mose, und auf welche Weise soll ich mich trösten über das bittere Wort, das du geredet hast, das aus deinem Munde gegangen ist, das reich ist an Thränen und Seufzern, daß du scheiden willst von diesem Volke? ...

[5] Welcher Ort wird dich aufnehmen ,

[6] welches Denkmal wird dein Grab bezeichnen,

[7] oder was wird deinen Leichnam von hier wegzuschaffen wagen wie einen [gewöhnlichen] Menschen [Leichnam] , von einem Orte zum anderen?

[8] Alle Sterbenden erhalten ja nach ihrer Größe Gräber auf Erden, aber dein Grab reicht vom Sonnenaufgang bis zum Untergang und von Süden bis zur Grenze im Norden: die ganze Welt ist dein Grab.

[9] Du gehst hinweg, Herr, - wer soll nun dieses Volk pflegen ,

[10] oder wer wird sich ihrer erbarmen und ihnen ein Führer sein auf ihrem Wege?

[11] Oder wer wird für sie beten, ohne auch nur an einem Tag innezuhalten, damit ich sie in das Land [ihrer] Vorfahren (?) hineinführen kann?

[12] Wie soll ich also über dieses Volk Herr werden (?) wie ein Väter über seinen einzigen Sohn oder seine eigene jungfräuliche Tochter, die sich rüstet, dem Manne übergeben zu werden , und nun sich in acht nehmen , ihren Leib vor der Sonne bewahren wird, und daß ihre Füße nicht unbeschuht seien zum Laufen über das Land?

[13] Wie soll ich ihnen nach ihrem Sitten Speise schaffen und Trank nach dem Willen ihres Beliebens?

 

[14] Ihre Zahl(?) belief sich ja auf 600.000; aber sie haben so sehr zugenommen durch deine Gebete, mein Herr Mose.

[15] Und woher käme mir die Weisheit und Einsicht, um im Hause des Herrn mit Worten Gericht zu halten oder Bescheid zu geben?

[16] Aber auch die Könige der Amoriter werden, wenn sie hören, daß wir [sie] angreifen wollen, in der Meinung, nun sei nicht mehr unter ihnen der heilige, des Herrn würdige, mannigfaltige und unsagbare Geist, der allzeit treue Herr des Worts, der göttliche Prophet für alle Welt, der vollkommenste Geist dieser Zeit sei nicht mehr unter ihnen, sagen: Laßt uns gegen sie ziehen!

[17] Wenn die Feinde noch einmal gottlos gehandelt haben wider ihren Herrn, dann haben sie keinen Verteidiger, der für sie Gebete vor Gott brächte, wie Mose, der große Gesandte (magnus nuntius), einer war, der zu jeder Stunde bei Tag und bei Nacht seine Kniee auf die Erde gestemmt hatte, betend und aufschauend zu dem, der die ganze Welt beherrscht mit Barmherzigkeit und Gerechtigkeit, [ihn] erinnernd an den Bund mit den Vätern und mit einer Beschwörung den Herrn besänftigend.

[18] Denn so werden sie sagen: Er ist nicht mehr unter ihnen; auf also und vertilgen wir sie vom Angesichte der Erde!

[19] Was soll also mit diesem Volke werden, mein Herr Mose?


XII

 

[1] et postquam finiuit uerba iesus iterum procidit ad pedes monsi

 

[2] Et monse prendit manum ipsius et erexit illum in cathedra ante se Et respondit et dixit illi

 

[3] iesus et ne contemnas sed praebe te securum et adtende uerbis meis

 

[4] omnes gentes quae sunt in ore terrarum deus creauit et nos praeuidit illos et nos ab initio creaturae orbis terrarum ut ad exitum saeculi Et nihil est ab eo neglectum usque ad pusillum sed omnia praeuidit et prououit cum eis ..

 

 

 

[5] domiuns omnia quae futura essent in hoc orbe terrarum prouidit et ecce aufertur

 

 

[6] ......... s me constituit pro eis et pro peccatis eorum .. .... et in .. ccare .. pro eis

[7] non enim propter meam uirtutem aut infirmitatem sed temperantius misericordiae ipsius et patientia contegerunt mihi

 

[8] dico enim tibi iesu non propter pietatem plebis huius exterminabis gentes

 

 

[9] omnia caeli firmamenta orbis facta ut prouata a deo et sub nullo dexterae illius sunt

 

 

 

[10] Facientes itaque et consummantes mandata dei crescunt et bonam uiam exigunt [11] nam peccantibus et neglegentibus mandata carere bonam quae praedicta sunt Et punientur a gentibus multis tormentis

 

 

[12] nam in totum exterminet et relinquat eos fieri non potest

[13] exiuit enim deus qui praeuidit omnia in saecula et stabilitum est testamentum illius et iureiu ando quod

 

[1] Nachdem nun Josua [diese] Worte geendigt hatte, fiel er abermals Moses zu Füßen.

[2] Mose aber ergriff seine Hand, erhob ihn auf den Stuhl vor ihm, antwortete und sprach zu ihm:

[3] "Josua, schätze dich nicht gering, sondern zeige dich unbesorgt und achte auf meine Worte.

[4] Alle Völker, die auf dem Erdkreise wohnen, und uns hat Gott geschaffen, sie und uns hat er vorhergesehen von Anfang der Erschaffung des Erdkreises wie bis zum Ende der Welt, und nichts ist von ihm übersehen, bis zum kleinsten herab sondern alles hat er zugleich mit ihnen vorhergesehen und auf Erden bestimmt.

[5] ... Der Herr hat alles, was auf diesem Erdkreise geschehen sollte, vorhergesehen, und siehe, es tritt ein.

[6] ... hat mich für sie und ihre Sünden eingesetzt, damit ich für sie betete und flehte.

[7] Denn nicht wegen meiner Tüchtigkeit oder Festigkeit, sondern durch die Milde seiner Barmherzigkeit und seine Langmut ist es mir zugefallen.

[8] Denn ich sage dir, Josua: Nicht wegen der Frömmigkeit dieses Volks wirst du die Heiden ausrotten:

[9] alle Festen des Himmels und Grundlagen des Erdkreises sind von Gott geschaffen und gutgeheißen worden und befinden sich unter dem Ring (?) seiner Rechten.

[10] Die daher Gottes Gebote halten und erfüllen, wachsen und haben Glück.

[11] Denen aber, die sündigen und die Gebote vernachlässigen, mangeln die versprochenen Bücher, und sie werden von den Heiden mit vielen Plagen gestraft werden;

[12] daß er sie aber völlig ausrotte und verlasse, ist unmöglich!

[13] Denn Gott wird hervortreten, der alles bis in Ewigkeit vorhergesehen hat, und dessen Bund festgegründet ist und durch einen Eid, den...