C   O   N   T   E   S   T   A   T   I   O


I

[1] Ἀναγνοὺς οὖν ὁ Ἰάκωβος τὴν ἐπιστολὴν μετεκαλέσατο τοὺς πρεσβυτέρους καὶ αὐτοῖς ἀναγνοὺς ἔφη· Ἀναγκαίως καὶ πρεπόντως περὶ τῆς ἀληθείας ἀσφαλίζεσθαι ὁ ἡμέτερος ὑπέμνησε Πέτρος, ὅπως τὰς τῶν αὐτοῦ κηρυγμάτων διαπεμφθείσας ἡμῖν βίβλους μηδενὶ μεταδώσομεν ὡς ἔτυχεν ἢ ἀγαθῷ τινι καὶ εὐλαβεῖ, τῷ καὶ διδάσκειν αἱρουμένῳ ἐνπεριτόμῳ τε ὄντι πιστῷ. καὶ ταῦτα μὴ πάντα ὁμοῦ, ἵνα, ἐὰν ἐν τοῖς πρώτοις ἀγνώμων φωραθῇ, τὰ δεύτερα μὴ πιστευθῇ. [2] διὸ μὴ ἔλαττον ἔτεσιν ἓξ δοκιμαζέσθω, καὶ εἶθ’ οὕτως κατὰ τὴν Μωυσέως ἀγωγὴν ἀγαγόντα αὐτὸν ἐπὶ ποταμὸν ἢ πηγήν (ὅπερ ἐστὶν «ζῶν ὕδωρ», ἔνθα ἡ τῶν δικαίων γίνεται ἀναγέννησις) μὴ ὁρκίσαι (ἐπεὶ μὴ ἔξεστιν), ἀλλὰ στῆναι αὐτῷ κελεῦσαι πρὸς τῷ ὕδατι καὶ ἐπιμαρτύρασθαι, ὡς καὶ αὐτοὶ ἀναγεννώμενοι κελευσθέντες ἐποιήσαμεν τοῦ μὴ ἁμαρτεῖν χάριν. λεγέτω δέ· 

 

[1] Als nun Jakobus den Brief gelesen hatte, rief er die Ältesten zusammen, las ihnen das Schreiben vor und sprach: „Wie es notwendig und geziemend ist, hat unser Petrus uns daran erinnert, in der Sache der Wahrheit vorsichtig zu sein, dass wir die uns übersandten Bücher seiner Predigten niemandem aufs Geratewohl überlassen, sondern nur einem guten und frommen Bewerber um das Lehramt, der als Beschnittener gläubig ist, und zwar nicht alle Bücher zugleich, damit er, wenn er bei den ersten Unverständnis gezeigt hat, die folgenden nicht anvertraut erhalte. [2] Daher soll er nicht weniger als sechs Jahre erprobt werden. Danach soll man ihn nach der Weise Moses’ an einen Fluß oder eine Quelle führen, wo sich lebendiges Wasser befindet und die Wiedergeburt der Gerechten geschieht; nicht, daß er schwöre, denn das ists nicht erlaubt, sondern man soll ihm befehlen, am Wasser zu stehen und ein Gelübde abzulegen, wie auch wir selbst bei der Wiedergeburt veranlaßt wurden, solches zu tun, damit wir nicht mehr sündigen.

 


 

II

[1] Μάρτυρας ἔχοιμι οὐρανόν, γῆν, ὕδωρ, ἐν οἷς τὰ πάντα περιέχεται, πρὸς τούτοις δ’ ἅπασιν καὶ τὸν διὰ πάντων διήκοντα ἀέρα, οὗ ἄνευ οὐκ ἀναπνέω, ὡς ἀεὶ ὑπήκοος ἔσομαι τῷ τὰς βίβλους μοι τῶν κηρυγμάτων διδόντι, καὶ αὐτὰς τὰς βίβλους, ἃς ἄν μοι δῷ, οὐ μὴ μεταδῶ τινι κατ’ οὐδένα τρόπον, οὐ γράψας, οὐ γεγραμμένον δούς, οὐ γράφοντι ἀναδιδούς, οὐκ αὐτός, οὐ δι’ ἄλλου, οὐ δι’ ἄλλης τινὸς ἀγωγῆς ἢ δόλου ἢ μηχανῆς, ἢ ἀμελῶς φυλάσσων ἢ τιθῶν ἢ νεύων ἢ ἄλλῳ οἱῳδήποτε τρόπῳ ἢ ἐπινοίᾳ ἑτέρῳ αὐτὰ μεταδιδούς. [2] πλὴν ἐὰν δοκιμάσω τινὰ ἄξιον (ὡς αὐτὸς ἐκρίθην ἢ καὶ πλεῖον δοκιμάσας, πλὴν οὐκ ἔλαττον ἔτεσιν ἕξ) τότε εὐλαβεῖ καὶ ἀγαθῷ, διδάσκειν ἐπαναιρουμένῳ, ὡς παρέλαβον παραδώσω, καὶ ταῦτα ἐπὶ τῇ τοῦ ἐπισκόπου μου γνώμῃ ποιησάμενος.

 

[1] Er soll aber sprechen: Als Zeugen rufe ich an Himmel, Erde, Wasser, wodurch alles umschlossen ist, außerdem aber auch die alles durchdringende Luft, ohne die ich nicht zu atmen vermag, dass ich allzeit dem, der mir die Bücher der Predigten übergibt, gehorsam sein werde und die Bücher, die er mir geben wird, niemandem in irgendeiner Weise überlassen werde, weder dass ich sie abschreibe, noch dass ich eine Abschrift weiterreiche, noch dass ich sie einem Abschreiber zukommen lasse; weder werde ich selbst dies tun, noch durch einen anderen; auch nicht auf eine andere Weise, durch Lists oder Ränke, durch nachlässige Verwahrung, durch Hinterlegung oder durch versteckte Zustimmung, nicht auf eine andere Art oder mittels eines anderen Kunstgriffs werde ich sie einem Dritten überlassen. [2] Nur wenn ich jemand als würdig erprobt habe – indem ich ihn erprobe, wie ich selbst geprüft worden bin, oder noch mehr, auf keinen Fall weniger als sechs Jahre –, wenn er ein frommer und guter Bewerber um das Lehramt ist, werde ich sie ihm übergeben, wie ich sie empfangen habe, und zwar im Einvernehmen mit meinem Bischof.

 


 

III

[1] ἄλλως δὲ οὐδ’ ἂν τέκνον ἢ ἀδελφὸς ἢ φίλος ἢ ἄλλως πώς ποτε γένους μοι ἀνήκων, ἐάνπερ ἀνάξιος ᾖ, τοῦδε μὴ μεταδοῦναι χάριν, ὡς οὐ προσῆκεν. [2] οὔτε ἐπιβουλὴν φοβηθήσομαι, οὐ δώροις κολακευθήσομαι. ἀλλ’ εἰ καὶ δόξειέν μοί ποτε τὰ διδόμενά μοι τῶν κηρυγμάτων βιβλία μὴ ἀληθῆ εἶναι, οὐδ’ οὕτως μεταδώσω, ἀλλ’ ἀποδώσω. [3] ἀποδημῶν δὲ σὺν ἐμοὶ αὐτὰ κομίσω, ἅπερ ἂν τύχω κεκτημένος· εἰ δὲ μὴ βουληθῶ μεθ’ ἑαυτοῦ αὐτὰ περιφέρειν, ἐπὶ τῆς οἰκίας μου εἶναι αὐτὰ οὐκ ἐάσω, ἀλλὰ τῷ ἐπισκόπῳ μου τῷ τὴν αὐτὴν ἔχοντι πίστιν καὶ ἀπὸ τῶν αὐτῶν ὁρμωμένῳ παρακαταθήσομαι. [4] εἰ δὲ καὶ τύχοι με νοσῆσαι καὶ τὸν θάνατον ὑποπτεῦσαι, ἐὰν ἄτεκνος ὦ, ὁμοίως ποιήσω. ἀλλ’ εἰ καὶ τελευτῶ τέκνον ἔχων οὐκ ἄξιον ἢ μηδέπω δυνάμενον, ὁμοίως ποιήσω· τῷ γὰρ ἐπισκόπῳ μου παρακαταθήσομαι, ἵνα, εἰ μὲν τύχοι, ἐφ’ ἡλικίας γενόμενος, ἄξιος εἶναι τῆς πίστεως, ὡς πατρῴαν παρακαταθήκην τῷ τέκνῳ ἀποδώσῃ κατὰ τὸν τῆς διαμαρτυρίας λόγον. 

[1] Im andern Fall soll weder mein eigenes Kind, noch ein Bruder, noch ein Freund, noch irgendein Verwandter, wenn er unwürdig ist, davon Mitteilung erhalten, weil es ihm nicht zukommt. [2] Weder werde ich mich durch Nachstellungen ersschrecken noch durch Geschenke betören lassen. Selbst wenn ich jemals zu der Überzeugung gelangen sollte, daß die mir übergebenen Bücher der Predigten nicht die Wahrheit enthalten, auch dann werde ich sie nicht ausliefern, sondern sie zurückgeben. [3] Wenn ich auf reisen bin, werde ich alle Bücher, die in meinem Besitz sind, mit mir führen. Will ich sie aber nicht mitnehmen, so werde ich sie nicht in meinem Haus zurücklassen, sondern meinem Bischof anvertrauen, der denselben Glauben und die gleiche Herkunft hat. [4] Wenn ich krank bin und den Tod vor mir sehe, werde ich, falls ich kinderlos bin, ebenso verfahren. Gleiches werde ich tun, wenn bei meinem Tod mein Kind nicht würdig oder noch nicht müdnig ist. Bei meinem Bischof werde ich die Bücher hinterlegen, damit jener sie meinem Sohn, wenn dieser mündig geworden und des Vertrauens würdig ist, als ein väterliches Vermächtnis dem Gelübde entsprechend übergebe.

 


 

IV

[1] ὅτι δὲ οὕτως ποιήσω, πάλιν τὸ δεύτερον διαμαρτύρομαι οὐρανόν, γῆν, ὕδωρ, ἐν οἷς τὰ πάντα περιέχεται, πρὸς τούτοις ἅπασιν καὶ τὸν διὰ πάντων διήκοντα ἀέρα, οὗ ἄνευ οὐκ ἀναπνέω, ὡς ἀεὶ ὑπήκοος ἔσομαι τῷ τὰς βίβλους μοι τῶν κηρυγμάτων διδόντι καὶ φυλάξω κατὰ πάντα ὡς διεμαρτυράμην ἢ καί τι πλεῖον. [2] φυλάσσοντι οὖν μοι τὰς συνθήκας μέρος ἔσται μετὰ τῶν ὁσίων, ποιήσαντι δὲ παρ’ ἃ συνεθέμην, ἐχθρὸν εἴη μοι τὸ πᾶν καὶ ὁ διὰ πάντων διήκων αἰθὴρ καὶ ὁ ὑπὲρ τὰ ὅλα θεός, οὗ κρείττων, οὗ μείζων οὐδείς. [3] ἀλλ’ εἰ καὶ εἰς ἑτέρου θεοῦ ὑπόνοιαν γένωμαι, κἀκεῖνον νῦν ὄμνυμι ὡς οὐκ ἄλλως ποιήσω, εἴτ’ ἔστιν εἴτ’ οὐκ ἔστιν. πρὸς τούτοις δ’ ἅπασιν εἰ ψεύσομαι, κατάθεμα ἔσομαι ζῶν καὶ θανὼν καὶ αἰωνίῳ κολασθήσομαι κολάσει. καὶ μετὰ τοῦτο ἄρτου καὶ ἅλατος μετὰ τοῦ παραδιδόντος μεταλαβέτω.

[1] Daß ich aber auf diese Weise verfahren werde, dafür rufe ich wiederum Himmel, Erde, Wasser, wodurch alles umschlossen ist, zu Zeugen an, außerdem aber auch die alles durchdringende Luft, ohne die ich nicht zu atmen vermag: Gehorsam sein werde ich allzeit dem, der mir die Bücher der Predigten übergibt, bewahren werde ich sie in allem, wie ich es gelobt habe, und noch darüpber hinaus. [2] Beobachte ich nun die Abmachungen, so wird mein Anteil bei den Heiligen sein; handle ich aber gegen mein Gelübde, so mögen mir feind sein das All und der alldruchdringende Äther und Gott, der über allem steht, der mächtiger und erhabener ist als jeder andere. [3] Aber selbst wenn ich zum Glauben an einen anderen Gott gelange, so schöre ich auch bei jenem, ob er nun ist oder nicht ist, dass ich nicht anders verfahren werde. Zu alldem werde ich, wenn ich wortbrüchig bin, lebend und tot verflucht sein und ewige Strafe erleiden. – Und hierauf soll er mit dem, der ihm die Bücher übergibt, an Brot und Salz teilhaben.“

 


 

V

[1] Ταῦτα τοῦ Ἰακώβου εἰπόντος ὠχρίασαν ἀγωνιάσαντες οἱ πρεσβύτεροι. συνιδὼν οὖν ὁ Ἰάκωβος, ὅτι λίαν πεφόβηνται, ἔφη· Ἀκούσατέ μου, ἀδελφοὶ καὶ σύνδουλοι. [2] ἐὰν τὰς βίβλους πᾶσιν ὡς ἔτυχεν παράσχωμεν καὶ αὗται ὑπὸ τολμηρῶν ἀνδρῶν τινων νοθευθῶσιν ἢ ταῖς ἑρμηνείαις διαστραφῶσιν, ὡς ἤδη τινὰς ἠκούσατε πεποιηκότας, ἔσται λοιπὸν καὶ τοῖς ὄντως τὴν ἀλήθειαν ζητοῦσιν ἀεὶ πλανᾶσθαι. [3] διὸ ἄμεινον παρ’ ἡμῖν αὐτὰς εἶναι καὶ μεταδιδόναι μετὰ πάσης τῆς προειρημένης ἀσφαλείας τοῖς θέλουσι ζῆν καὶ ἄλλους σῴζειν. εἰ δέ τις μετὰ τὸ οὕτως διαμαρτύρασθαι ἄλλως ποιήσει, εὐλόγως αἰωνίᾳ ὑποπεσεῖται κολάσει. [4] τίνι γὰρ λόγῳ ἄλλων ἀπωλείας αἴτιος γενόμενος αὐτὸς οὐκ ἀπολεῖται; τῶν οὖν πρεσβυτέρων ἐπὶ τῇ τοῦ Ἰακώβου γνώμῃ ἡσθέντων καὶ εἰπόντων· Εὐλόγηται ὁ σὲ ὡς πάντα προειδὼς καλῶς ἡμῖν καταστήσας ἐπίσκοπον – καὶ ταῦτα εἰπόντων αὐτῶν ἐγερθέντες προσηυξάμεθα τῷ τῶν ὅλων πατρὶ καὶ θεῷ, ᾧ ἡ δόξα εἰς τοὺς αἰῶνας. ἀμήν.

[1] Als Jakobus dies gesagt hatte, wurden die Ältesten blaß vor Schreck. Da nun Jakobus bemerkte, dass sie sich sehr fürchteten, sprah er: „Höret mich, Brüder und Mitknechte. [2] Wenn wir die Bücher allen aufs Geratewohl überlassen und wenn sie von dreisten Männern verfälscht und durch Auslegungen verunstaltet werden – wie ihr ja gehört habt, daß dies einige schon getan haben –, dann wird es geschehen, daß auch diejenigen, die mit Ernst die Wahrheit suchen, allzeit in den Irrtum geführt werden. [3] Deswegen ist es besser, daß wir die Bücher aufbewahren und mit aller Vorsicht, wie wir gesagt haben, nur denen übergeben, die zu leben und andere zu retten wünschen. Wenn aber jemand, nachdem er ein solches Gelübde abgelegt hat, dies nicht einhält, dann wird er zurecht die ewige Strafe erleiden. [4] Denn warum sollte der nicht zugrunde gehen, der am Verderben anderer schuldig geworden ist?“ Da waren die Ältesten froh über den Beschluß des Jakobus und sprachen: „Gelobt sei, der alles vorhergesehen und dich zu unserem Bischof bestimmt hat.“ – Und als sie das gesagt hatten, erhoben wir uns und beteten zu Gott, dem Vater des Alls, welchem sei Ehre in Ewigkeit, Amen.