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Kommentare: 2
  • #1

    Raymond (Freitag, 06 November 2015 23:37)

    Die Seite füllt sich langsam! Vielen Dank für Pepysian harmony. Ich wusste nicht, daß dieser seltene Text inzwischen online ist. (Übrigens besitze ich eine Version in modernem Englisch, deren Rechte bei Yuri Kuchinsky aus Toronto liegen). MS Pepys ist ein sehr eigenständiges Werk mit Fülle von antiken Lesarten. Bedeutung ungefähr wie Persian H. oder Liege H. Die Sequenz ist nicht tatianisch, sondern eher an Justin angelehnt.
    Zum Link: Ich würde schreiben: Jan Slomp: Gospel of barn. in recent research. Der Artikel ist vor 2002 d. h. Joosten, Malzoni sind noch nicht berücksichtigt, auch nicht Blackhirsts Untersuchung über Fra Marino. Man sollte auch erwähnen, daß dies den Stand der Forschung vor ca. 15 Jahren darstellt, wobei eine einseitige Betonung der Fälschungshypothese konstatiert werden muss. Auch erwähnenswert, daß Slomp lange Zeit als Christlicher Missionar in Pakistan tätig war.
    All the best from Ramon Lull

  • #2

    Rudolf Steinmetz (Freitag, 05 Mai 2017 10:50)

    Barnabas - Apostel der Kelten?
    © von Rudolf_Steinmetz@web.de, MUC 1.Shaban 1430 n.H.
    Die Kelten bildeten ein multiethnisches Reich und standen mit ihrer Naturreligion und ihren spirituellen Führern (Druiden, Barden etc.) in strikter Opposition zu dem römischen Reich, in welchem sie größtenteils lebten (u.a. die Galater in der Türkei), und welches gleichfalls ein multiethnisches Reich war, jedoch mit unzähligen Religionen und Kulten. Dieser vernichtende "Kultur- kampf" ist parteilich beschrieben von Julius Cäsar, De Bello Gallico (oder volkstümlich in Obelix und Asterix).
    Woher kamen diese Druiden mit ihrem Wissen? Um diese Frage zu beantworten, ist Platons Atlantis-Bericht hilfreich, in dem ein Ägyptischer Priester einem "Studenten" aus Athen vorhält: „Was du von den alten Geschlechtern erzähltest, o Solon, unterschei- det sich kaum von Märchen, da ihr nur einer Sintflut, deren vorher viele stattfanden, euch erinnert..."
Andere Autoren, insbesondere über die neuere Pyramiden- Forschung, bestätigen diesen Bericht, demnach die menschliche Zivilisation in ihrer degenerativen Phasen ("Zeitalter") durch eine Sintflut größtenteils ausgelöscht wurde, um sie so zu einem Neubeginn zu zwingen. Diese Geschichtsversion widerspricht der Evolution, und ist nur akzeptabel vor dem Hintergrund einer Devolution, d.h. der Annahme, daß es vor unseren Zeiten - also etwa im goldenen oder silbernen Zeitalter - höhere geistige und kulturelle Entwicklungsstufen gab, als in unserem eisernen Zeital- ter. (grundlegend hierzu: Martin Lings, Alter Glaube und modern- er Aberglaube, Spohr-Verlag 2005).

    Aus dieser Perspektive wird glaubwürdig berichtet, daß die Druiden (so wie die großen Königspyramiden) Boten aus der uns vorhergehenden Atlantis-Zeit sind, welche den übelebenden Menschen nach der vorläufig letzten Sintflut einen Neuanfang lehren sollten. Unter dieser Annahme kann man davon ausgehen, daß diese Druiden über spirituelle Entwicklungsprozesse bestens Bescheid wussten, und also mit die ersten waren, die sich dem neuen Propheten Jesus zuwandten, um ihre Naturreligion zu transzendieren, ohne diese jedoch zu verraten. Es ist unter diesen Prämissen evident, daß diese Druiden (unter ihnen gab es eine Hierarchie d.h. vertikale Rangfolge!) nur das originale Ju- denchristentum akzeptierten, aber keinesfalls das paulinisch- römische, welches ja mit ihrem Todfeind, den Römern paktierte. Bernd Kollmann hat in seinem Buch einige verwischte Spuren der eminenten Bedeutung des Barnabas von Cypern (Bar-Nabas, Sohn d. Nabas) verfolgt. Clemens von Rom, einer der ersten, noch vom Volk gewählten Bischöfe, berichtet über Predigten von Barnabas. Dieser soll sogar bis Mailand gekommen sein, und ein früher Mönchsorden, die Barnabiten, benannte sich nach ihm. Von keinem anderen Original-Apostel werden ähnliche Aktivitäten im römischen Kernland berichtet. Es ist evident, daß Barnabas der paulinisch-römischen Kirche genauso feindlich und ablehnend gegenüberstand, wie die Druiden und die Kelten. Und Barnabas verschwand aus der offiziellen Kirchengeschichte genauso, wie die irisch-keltische Kirche und deren Missionare, wie etwa die Heiligen Gallus oder Kolumban. Aus dieser Sicht lässt sich die noch unbewiesene Behauptung wagen, daß Barnabas als polyglotter Missionar der Urkirche mit großer Wahrscheinlichkeit jene Quelle sein kann, aus der die keltischen Druiden schöpften.